Drehstrommotoren

Drehstrommotoren für industrielle Anwendungen

Drehstrommotoren gehören zu den wichtigsten elektrischen Antrieben im industriellen Umfeld. Man findet sie dort, wo Maschinen und Anlagen Bewegungen zuverlässig, gleichmäßig und über längere Zeiträume ausführen müssen. Ob Fördertechnik, Verpackungsanlagen oder Produktionsmaschinen: Entscheidend ist, dass der Antrieb zur jeweiligen Bewegungsaufgabe sowie zu den elektrischen und mechanischen Rahmenbedingungen passt.

Groschopp entwickelt Drehstrommotoren und unterstützt Unternehmen bei der anwendungsspezifischen Auslegung kompletter Antriebssysteme. Neben bewährten AC-Gehäusemotoren und AC-Einbaumotoren stehen mechanische und elektrische Anpassungen im Mittelpunkt. Bei Bedarf lassen sich die Motoren außerdem mit passenden Getrieben kombinieren, sodass Drehmoment, Drehzahl und Einbausituation optimal aufeinander abgestimmt werden können.

Sie planen ein neues Projekt oder möchten einen bestehenden Antrieb optimieren? Wir unterstützen Sie bei der technischen Auslegung: vom passenden Motortyp bis zur abgestimmten Motor-Getriebe-Kombination.

Zu unseren Datenblättern

AC-Gehäusemotoren

IGK 65

 

P: bis 65 W
n: bis 3000 min-1
UV: 230 V — 400 V
M: bis 23 Ncm

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IGK 80

P: bis 115 W
n: bis 3000 min-1
UV: 230 V — 400 V
M: bis 82,2 Ncm

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IGK 90

P: bis 260 W
n: bis 3500 min-1
UV: 230 V — 400 V
M: bis 104 Ncm

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IGK 100

P: bis 370 W
n: bis 2800 min-1
UV: 230 V — 400 V
M: bis 160 Ncm

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AC-Einbaumotoren

IEK 70

 

P: bis 45 W
n: bis 2800 min-1
UV: 230 V — 400 V
M: bis 15,3 Ncm

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IEK 80

P: bis 90 W
n: bis 2800 min-1
UV: 230 V — 400 V
M: bis 31 Ncm

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IEK 90

P: bis 180 W
n: bis 2800 min-1
UV: 230 V — 400 V
M: bis 61 Ncm

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IEK 100

P: bis 250 W
n: bis 2850 min-1
UV: 230 V — 400 V
M: bis 89 Ncm

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Was ist ein Drehstrommotor?

Ein Drehstrommotor ist ein Elektromotor, der mit dreiphasigem Wechselstrom betrieben wird. Die drei Phasen sind zeitlich um jeweils 120 Grad versetzt und erzeugen in den Wicklungen des Stators ein rotierendes Magnetfeld. Dieses sogenannte Drehfeld versetzt den Rotor in Bewegung und wandelt elektrische Energie in mechanische Energie um.

Als Oberbegriff zählen Drehstrommotoren zu den AC-Motoren, also zu Elektromotoren, die mit Wechselspannung arbeiten. Innerhalb dieser Gruppe bilden sie die dreiphasige Variante. Im industriellen Umfeld werden Drehstrommotoren häufig als Asynchronmotoren beziehungsweise Induktionsmotoren ausgeführt. Daneben gibt es auch Synchronmotoren, deren Rotor synchron mit dem magnetischen Drehfeld läuft und die auf einem anderen Funktionsprinzip basieren.

Bei einem Drehstrom-Asynchronmotor dreht sich der Rotor geringfügig langsamer als das magnetische Drehfeld. Diese Differenz wird als Schlupf bezeichnet und ist notwendig, damit im Rotor Ströme induziert und das erforderliche Drehmoment erzeugt werden können.

Wie funktioniert ein Drehstrommotor?

Die Drehstrommotor-Funktionsweise basiert auf dem Zusammenspiel von Stator, Rotor und einem rotierenden Magnetfeld. Die drei zeitlich versetzten Phasen des Dreiphasenwechselstroms erzeugen in den Statorwicklungen ein magnetisches Drehfeld, das sich kontinuierlich um den Rotor bewegt.

Dieses Magnetfeld induziert elektrische Ströme im Rotor. Dadurch entsteht ein eigenes Magnetfeld, das mit dem Drehfeld des Stators wechselwirkt. Aus dieser elektromagnetischen Wechselwirkung entsteht das Drehmoment, das den Rotor in Bewegung versetzt und die Drehbewegung über die Welle an die jeweilige Maschine oder Anlage überträgt.

Bei einem Drehstrom-Asynchronmotor läuft der Rotor nicht exakt mit der Geschwindigkeit des Drehfelds. Die geringe Drehzahldifferenz – der sogenannte Schlupf – ist notwendig, damit im Rotor kontinuierlich Ströme induziert werden können. Ohne diesen Unterschied zwischen Drehfeld- und Rotordrehzahl würde kein Drehmoment entstehen.

Wie schnell sich ein Drehstrommotor dreht, wird unter anderem von der Netzfrequenz und der Polzahl bestimmt. Soll die Drehzahl an wechselnde Prozessanforderungen angepasst werden, kann ein geeigneter Frequenzumrichter eingesetzt werden. Dieser verändert die Versorgungsfrequenz des Motors und ermöglicht so eine bedarfsgerechte Drehzahlregelung. Dabei sollten Drehstrommotor und Frequenzumrichter immer als aufeinander abgestimmtes System ausgelegt werden.

Aufbau eines Drehstrommotors

Der Drehstrommotor-Aufbau besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten. Jede übernimmt eine bestimmte Aufgabe, damit elektrische Energie zuverlässig in eine mechanische Drehbewegung umgewandelt werden kann.

BauteilFunktion
StatorErzeugt mithilfe der Wicklungen das rotierende Magnetfeld.
Rotor (Läufer)Wird durch elektromagnetische Induktion in Bewegung versetzt und erzeugt das Drehmoment.
WelleÜberträgt die Drehbewegung an die angeschlossene Maschine oder das Getriebe.
LagerFühren die Welle und sorgen für einen ruhigen Lauf des Rotors.
GehäuseSchützt die inneren Komponenten und erleichtert die Integration in Maschinen und Anlagen.
LagerschildeLagern die Welle und verbinden die Lager mit dem Motorgehäuse.
WicklungenErzeugen im Stator das magnetische Drehfeld, das den Rotor antreibt.
Optionaler LüfterUnterstützt – abhängig von der jeweiligen Bauform – die Wärmeabfuhr während des Betriebs.

Erst das Zusammenspiel aller Komponenten ermöglicht einen zuverlässigen Betrieb. Deshalb werden bei der Auslegung eines industriellen Drehstrommotors nicht nur elektrische Kenndaten betrachtet, sondern auch Einbausituation, mechanische Schnittstellen und die spätere Integration in die Anwendung.

Drehstrommotoren von Groschopp

Drehstrommotoren von Groschopp werden nicht allein nach Leistung oder Baugröße ausgewählt. Im Mittelpunkt steht eine Antriebslösung, die sich technisch in die jeweilige Maschine oder Anlage integrieren lässt. Deshalb fließen bei der Auslegung sowohl elektrische als auch mechanische Anforderungen in die Auswahl ein.

Neben der gewünschten Drehzahl und dem erforderlichen Drehmoment spielen unter anderem Versorgungsspannung, Netzfrequenz, Lastprofil, Einschaltdauer, Einbauraum sowie die mechanischen Schnittstellen eine wichtige Rolle. Erst das Zusammenspiel dieser Parameter zeigt, welche Ausführung für die jeweilige Anwendung geeignet ist.

Das Portfolio umfasst AC-Gehäusemotoren und AC-Einbaumotoren, die sich je nach Einbausituation unterschiedlich einsetzen lassen. Beide Bauformen können auf Wunsch mit einem passenden Getriebe kombiniert werden, um Abtriebsdrehzahl und Drehmoment an die Bewegungsaufgabe anzupassen.

AC-Gehäusemotoren für eigenständige Antriebseinheiten

AC-Gehäusemotoren eignen sich für Einsatzbereiche, in denen der Motor als eigenständige Antriebseinheit montiert wird. Das geschlossene Motorgehäuse erleichtert die Integration in Maschinen, Anlagen und technische Geräte und schafft definierte mechanische Schnittstellen für die Konstruktion.

Abhängig von der Einbausituation lassen sich beispielsweise Welle, Flansch oder elektrische Anschlüsse an die jeweilige Konstruktion anpassen. Soll die Abtriebsdrehzahl reduziert oder das verfügbare Drehmoment erhöht werden, lässt sich der Drehstrommotor mit Getriebe zu einer anwendungsgerechten Motor-Getriebe-Kombination erweitern.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zu Getriebemotoren und Getriebe nach Maß.

AC-Einbaumotoren für integrierte Antriebslösungen

AC-Einbaumotoren sind für die direkte Integration in Maschinen, Geräte oder Baugruppen konzipiert. Sie kommen insbesondere dann infrage, wenn der vorhandene Bauraum begrenzt ist oder der Antrieb konstruktiv in das Gesamtsystem eingebunden werden soll.

Bei dieser Bauform werden neben den elektrischen Kenndaten auch Befestigungspunkte, Wärmeabfuhr, Einbaulage und mechanische Schnittstellen berücksichtigt.

Gerade für Maschinenbauer und OEM-Unternehmen bietet diese Bauform die Möglichkeit, den industriellen Drehstrommotor bereits früh in die Entwicklung einzubeziehen und Motor, Mechanik sowie spätere Systemintegration aufeinander auszurichten.

Wann ist ein Drehstrommotor die passende Wahl?

Besonders häufig kommen Drehstrommotoren in folgenden Situationen zum Einsatz:

AnforderungWarum ein Drehstrommotor sinnvoll sein kann
Drehstromversorgung vorhandenDirekter Betrieb am dreiphasigen Stromnetz
Gleichmäßige BewegungsabläufeKonstante Drehbewegung für viele industrielle Prozesse
Längere BetriebszeitenFür kontinuierliche oder wiederkehrende Bewegungsaufgaben geeignet
Variable Drehzahl erforderlichIn Kombination mit einem geeigneten Frequenzumrichter lässt sich die Drehzahl anpassen
Höheres Drehmoment am AbtriebMit einem passenden Getriebe kann die Abtriebsdrehzahl reduziert und das verfügbare Drehmoment erhöht werden
MaschinenintegrationUnterschiedliche Bauformen erleichtern die konstruktive Einbindung

Je nach Auslegung finden Drehstrommotoren unter anderem in der Fördertechnik, im Maschinen- und Anlagenbau, in Verpackungsmaschinen, Pumpen, Lüftern, industriellen Geräten sowie in automatisierten Produktionsanlagen Verwendung. Auch in lebensmittelnahen Anwendungen oder in der Medizintechnik kommen sie zum Einsatz, sofern die jeweilige Bauform und Ausführung den Anforderungen gerecht wird.

Stehen dagegen hochdynamische Bewegungen, häufige Start-Stopp-Zyklen oder eine besonders präzise Positionierung im Vordergrund, kann eine andere Motortechnologie die bessere Wahl sein. In solchen Fällen lohnt sich der Vergleich mit DC-Motoren, BLDC-Motoren oder Servomotoren.

Drehstrommotor, Wechselstrommotor und AC-Motor – die Unterschiede

Die Begriffe AC-Motor, Wechselstrommotor und Drehstrommotor werden häufig gleichgesetzt. Tatsächlich beschreiben sie jedoch unterschiedliche Kategorien beziehungsweise Bauarten von Elektromotoren.

BegriffBedeutungTypische Stromversorgung
AC-MotorOberbegriff für Elektromotoren, die mit Wechselspannung betrieben werdenEin- oder dreiphasiger Wechselstrom
WechselstrommotorMotor für einphasigen WechselstromEinphasiges Wechselstromnetz
DrehstrommotorMotor für dreiphasigen WechselstromDreiphasiges Drehstromnetz

Der wichtigste Unterschied zwischen Wechselstrommotor und Drehstrommotor liegt in der Stromversorgung. Während ein Wechselstrommotor mit einer Phase betrieben wird, nutzt ein Drehstrommotor drei zeitlich versetzte Phasen. Dadurch entsteht das rotierende Magnetfeld, das für den Betrieb des Motors erforderlich ist.

Wenn Sie sich zunächst einen Überblick über alle AC-Motoren verschaffen möchten, finden Sie weitere Informationen auf unserer Seite zu Induktionsmotoren und AC-Motoren. Für Anwendungen mit einphasiger Versorgung empfehlen wir außerdem unsere Seite zu Wechselstrommotoren für einphasige Anwendungen.

Asynchronmotor oder Synchronmotor?

Drehstrommotoren können je nach Funktionsprinzip als Asynchronmotoren oder Synchronmotoren ausgeführt werden. Beide Motorarten arbeiten mit einem rotierenden Magnetfeld, unterscheiden sich jedoch in der Bewegung des Rotors und in ihrer technischen Auslegung.

MotorprinzipFunktionsweiseTypische Merkmale
AsynchronmotorDer Rotor läuft geringfügig langsamer als das magnetische Drehfeld.Das Drehmoment entsteht durch elektromagnetische Induktion. Der Schlupf ist für das Funktionsprinzip erforderlich.
SynchronmotorDer Rotor dreht sich synchron mit dem magnetischen Drehfeld.Er arbeitet ohne Schlupf, erfordert jedoch ein anderes Rotor- und Regelungskonzept.

Dien Drehstrommotoren von Groschopp arbeiten überwiegend nach dem Induktionsprinzip und gehören damit zur Gruppe der Drehstrom-Asynchronmotoren beziehungsweise Drehstrom-Induktionsmotoren. Welche Motortechnologie für eine Anwendung geeignet ist, hängt jedoch immer von Bewegung, Regelung und Integration ab.

Groschopp
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Drehzahl eines Drehstrommotors regeln

Die Drehzahl eines Drehstrommotors wird im Netzbetrieb im Wesentlichen durch die Netzfrequenz und die Polzahl bestimmt. Bei einem Drehstrom-Asynchronmotor liegt die tatsächliche Rotordrehzahl aufgrund des Schlupfs geringfügig unter der Drehfelddrehzahl.

Soll die Drehzahl eines Drehstrommotors geregelt oder an wechselnde Prozessanforderungen angepasst werden, kann ein geeigneter Frequenzumrichter eingesetzt werden. Er verändert die Versorgungsfrequenz des Motors und ermöglicht dadurch eine bedarfsgerechte Drehzahlsteuerung.

Ein Drehstrommotor mit Frequenzumrichter bietet Vorteile, wenn Bewegungsabläufe flexibel angepasst oder kontrollierte Start- und Stoppvorgänge realisiert werden sollen. Damit Motor und Elektronik zuverlässig zusammenarbeiten, sollten beide Komponenten bereits bei der Auslegung gemeinsam betrachtet werden.

Drehstrommotoren mit Getriebe kombinieren

Nicht jede Anwendung benötigt eine hohe Motordrehzahl. Häufig kommt es vielmehr auf eine geringere Abtriebsdrehzahl und ein höheres verfügbares Drehmoment an. In diesen Fällen kann ein Drehstrommotor mit Getriebe eine wirtschaftliche Lösung sein.

Das Getriebe reduziert die Drehzahl am Abtrieb und passt die Kraftübertragung an die jeweilige Bewegungsaufgabe an. Welche Übersetzung und Getriebeart sinnvoll sind, hängt unter anderem von Lastprofil, Bauraum und den mechanischen Schnittstellen der Maschine ab.

Vorteile einer abgestimmten Motor-Getriebe-Kombination:

  • Anpassung von Abtriebsdrehzahl und Drehmoment
  • kompakte Integration in Maschinen und Anlagen
  • Auswahl der passenden Getriebeart entsprechend der Anwendung
  • gemeinsame Auslegung von Motor, Getriebe und mechanischen Schnittstellen

Sie möchten einen Drehstrommotor mit passendem Getriebe kombinieren? Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl einer auf Ihre Anwendung abgestimmten Motor-Getriebe-Kombination.

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Drehstrommotor oder andere Motortechnologie?

Ein Drehstrommotor ist nicht in jeder Anwendung automatisch die beste Wahl. Welche Motortechnologie geeignet ist, hängt unter anderem von der verfügbaren Netzversorgung, dem gewünschten Bewegungsprofil, der Regelbarkeit und den mechanischen Anforderungen ab.

MotortechnologieBesonders geeignet für
DrehstrommotorGleichmäßige Bewegungsabläufe, längere Betriebszeiten und Anwendungen mit dreiphasiger Stromversorgung
DC-MotorAnwendungen mit variablem Drehzahlbedarf oder hohem Anlaufmoment
BLDC-MotorDynamische, elektronisch geregelte und bürstenlose Antriebslösungen
ServomotorPräzise Positionieraufgaben und hochdynamische Bewegungsabläufe

Neben der Motortechnologie spielen auch Faktoren wie Drehzahl, Drehmoment, Bauraum, Lastprofil und die gewünschte Regelung eine wichtige Rolle. Deshalb betrachtet Groschopp Motor, Mechanik und Elektronik nicht getrennt, sondern als aufeinander abgestimmtes Antriebssystem.

Weitere Informationen zu den einzelnen Motortypen finden Sie auf unseren Seiten zu Gleichstrommotoren und DC-Motoren,bürstenlose BLDC-Motoren sowie Induktionsmotoren und AC-Motoren.

Welche Daten werden für die Auslegung benötigt?

Je genauer die technischen Rahmenbedingungen bekannt sind, desto gezielter lässt sich ein Drehstrommotor auswählen und in die jeweilige Anwendung integrieren. Neben den elektrischen Kenndaten spielen auch die mechanischen Anforderungen und die spätere Einbausituation eine wichtige Rolle.

Erforderliche AngabeBedeutung für die Auslegung
Anwendung und BewegungsaufgabeGrundlage für die Auswahl des Motortyps
LeistungBestimmt die erforderliche Motorgröße
DrehzahlGrundlage für Motorauswahl und mögliche Getriebeübersetzung
DrehmomentEntscheidend für die Auslegung des Antriebs
Versorgungsspannung und NetzfrequenzLegen den elektrischen Anschluss fest
Polzahl (falls bekannt)Beeinflusst die Motordrehzahl
Lastprofil und EinschaltdauerWichtig für die thermische Auslegung
Start-Stopp-VerhaltenRelevant für Betrieb und Regelung
RegelungsbedarfEntscheidet über den Einsatz eines Frequenzumrichters
BauraumBestimmt Bauform und Einbausituation
Welle, Flansch und BefestigungDefinieren die mechanischen Schnittstellen
UmgebungsbedingungenBerücksichtigen Temperatur und Einsatzumgebung
GetriebeanforderungFalls eine Anpassung von Drehzahl oder Drehmoment erforderlich ist
Geplante StückzahlHilft bei der Auswahl einer geeigneten Lösung
Zeichnungen oder LastenhefteErleichtern die technische Bewertung

Für eine zuverlässige Auslegung sollten diese Informationen immer gemeinsam betrachtet werden. So lässt sich beurteilen, welche Kombination aus Drehstrommotor, Getriebe und Regelung die technischen Anforderungen am besten erfüllt.

Auslegung nach Anwendung statt Standardauswahl

Die Auswahl eines Drehstrommotors beginnt bei Groschopp nicht mit einem Standardprodukt, sondern mit den Anforderungen Ihrer Anwendung. Auf dieser Grundlage werden Motortyp, Bauform sowie elektrische und mechanische Eigenschaften aufeinander abgestimmt.

Dabei fließen unter anderem Einbausituation, Lastprofil, Schnittstellen, Regelungsbedarf und mögliche Getriebekombinationen in die technische Bewertung ein. So entsteht eine Antriebslösung, die sich nicht nur in die Konstruktion integrieren lässt, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden kann.

Auf Wunsch begleitet Groschopp den gesamten Entwicklungsprozess: von der technischen Beratung über Konstruktion und Fertigung bis hin zur Serienintegration. So erhalten Sie einen Ansprechpartner, der Motor, Getriebe und Regelung als zusammenhängendes System betrachtet.

Häufige Fragen zu DrehstromMotoren

Ist ein Drehstrommotor ein AC-Motor?

Ja. Drehstrommotoren gehören zur Gruppe der AC-Motoren, da sie mit Wechselspannung betrieben werden. Während der Begriff AC-Motor alle Motoren mit Wechselspannung umfasst, bezeichnet Drehstrommotor speziell die Ausführung für dreiphasigen Wechselstrom.

Ist jeder Drehstrommotor ein Asynchronmotor?

Nein. Drehstrommotoren können sowohl als Asynchron- als auch als Synchronmotoren ausgeführt werden. Die auf dieser Seite beschriebenen industriellen Motoren von Groschopp arbeiten jedoch überwiegend nach dem Induktionsprinzip und gehören damit zur Gruppe der Drehstrom-Asynchronmotoren.

Was ist der Unterschied zwischen Drehstrommotor und Wechselstrommotor?

Der wichtigste Unterschied liegt in der Stromversorgung. Ein Wechselstrommotor arbeitet mit einphasigem Wechselstrom, ein Drehstrommotor dagegen mit drei zeitlich versetzten Phasen. Dadurch entsteht ein rotierendes Magnetfeld, das besonders für industrielle Antriebsaufgaben geeignet ist.

Was bedeutet Schlupf bei einem Drehstrommotor?

Der Schlupf beim Drehstrommotor beschreibt die Differenz zwischen der Drehzahl des magnetischen Drehfelds und der tatsächlichen Drehzahl des Rotors. Bei einem Asynchronmotor ist dieser Unterschied notwendig, damit im Rotor Ströme induziert und das erforderliche Drehmoment erzeugt werden können.

Kann die Drehzahl eines Drehstrommotors geregelt werden?

Ja. Soll die Drehzahl eines Drehstrommotors geregelt werden, kommt häufig ein geeigneter Frequenzumrichter zum Einsatz. Er verändert die Versorgungsfrequenz des Motors und ermöglicht dadurch eine Anpassung der Drehzahl an den jeweiligen Prozess.

Können Drehstrommotoren mit Getrieben kombiniert werden?

Ja. Ein Drehstrommotor mit Getriebe ermöglicht es, die Abtriebsdrehzahl zu reduzieren und das verfügbare Drehmoment an die Anforderungen der Anwendung anzupassen. Welche Getriebeart geeignet ist, hängt unter anderem von Lastprofil, Bauraum und der gewünschten Bewegung ab.

Wann ist ein Drehstrommotor sinnvoll?

Ein Drehstrommotor empfiehlt sich, wenn eine dreiphasige Stromversorgung vorhanden ist und gleichmäßige Bewegungsabläufe zuverlässig umgesetzt werden sollen. Die Auswahl sollte immer unter Berücksichtigung von Drehzahl, Drehmoment, Lastprofil und Einbausituation erfolgen.

Welche Angaben werden für die Auslegung benötigt?

Für die technische Auslegung sind unter anderem Angaben zu Anwendung, Leistung, Drehzahl, Drehmoment, Versorgungsspannung, Netzfrequenz, Bauraum und Umgebungsbedingungen erforderlich. Je genauer diese Informationen vorliegen, desto gezielter kann der passende Drehstrommotor ausgewählt und in das Antriebssystem integriert werden.

 

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